Aktuelles und Beiträge im Rat

Bericht 2.kommunalpolitischer Ratschlag-Finanzpolitik

„Öffentlich-Private-Partnerschaften sind teuer und intransparent“Bericht vom „2. Kulturpolitischen Ratschlag“ der BSW-Ratsfraktion Hannover zum Thema "Finanzpolitik für Hannover" Auf Einladung der BSW-Ratsfraktion hat Ökonom und Sachbuchautor Dr. Werner Rügemer über seine Erfahrungen mit Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern im Rathaus berichtet. Denn die Stadt lässt angesichts leerer Kassen zunehmend Schulen, Bäder und andere marode öffentliche Einrichtungen mit ÖPP sanieren oder wie beim Fössebad neu bauen. Dabei lässt ein Investor das Gebäude modernisieren oder neu bauen und vermietet es danach an die Stadt. Dr. Werner Rügemer berichtete von bundesweit 150 ÖPP-Projekten, die Kommunen seit dem Jahr 2000 auf den Weg gebracht haben. Er warnte davor zu glauben, ÖPP sei wirtschaftlich, weil die Privatfirmen mit Finanzierung, Bau und Betrieb alles übernehmen. Die Privatfirmen erhielten bei ÖPP zwar die gleichen, günstigen Zinskonditionen bei den Banken wie die Kommune, sagte Rügemer, „aber sie stecken einen Gewinn ein.“ Es handele sich meist um einen Fonds des Investors, den er für das Projekt auflegt. In der Regel betrage die jährliche Rendite mindestens 5 Prozent. „Das kommt auf die Zinskosten obendrauf, was nicht der Fall ist, wenn die Stadt selbst baut“, erläuterte er. Geheime ÖPP-Verträge mit 30-jähriger LaufzeitNeben den langfristig höheren Kosten machte Rügemer die im Durchschnitt 800 Seiten langen ÖPP-Verträge als Problem aus. Sie seien nicht transparent, weil geheim. „Private Gutachter prüfen zwar die Verträge“, so Rügemer. „Die Gutachter stehen aber eher auf der Seite der privaten Investoren. Die Ratsvertretungen bekommen die Verträge nicht zu Gesicht, müssen aber trotzdem darüber abstimmen.“ Ein weiteres Problem seien die langen Vertragslaufzeiten von in der Regel 30 Jahren. Da könne viel passieren, sagte Rügemer. Er berichtete von ÖPP-Investoren, die nach 10 oder 15 Jahren in die Insolvenz gegangen sind, was...

Weitere Beiträge in chronologischer Reihenfolge:

Zum Haushaltsentwurf 25/26

Zum Haushaltsentwurf 25/26

SGH-Fraktion zum Haushaltsentwurf 2025/2026:Stadtverwaltung macht um wichtige Punkte einen Bogen.Die Fraktion Soziale Gerechtigkeit Hannover hat mit Interesse in Rat verfolgt, dass es laut Oberbürgermeister und Stadtkämmerer nach dem Doppelhaushalt 2025/2026 kein...

read more
Zum Haushaltsentwurf 25/26

Mehr Grün gegen extreme Hitze

Hannover laut Umwelthilfe nicht gut auf extreme Hitze vorbereitet.Die SGH Fraktion fordert mehr Flächen-Entsiegelung und mehr Grün im Stadtbild.Trotz Eilenriede zu viel versiegelte Flächen und zu wenig grüne Gebiete: Beim bundesweiten Hitze-Check der Deutschen...

read more
Evakuierung Haus in Ahlem

Evakuierung Haus in Ahlem

Laut einem Bericht der HAZ haben die Bewohner/innen ihr Haus an der Petit-Couronne-Straße in Ahlem wegen akuter Einsturzgefahr verlassen müssen, weil sich das Gebäude in einem Gebiet brüchiger Asphaltstollen befindet. Dieses unterirdische Tunnelsystem ist nur...

read more
Evakuierung Haus in Ahlem

Anfrage: Wohnungsleerstand vermeiden

Laut HAZ-Presseberichten ist es in Häusern des kommunalen Wohnungsunternehmens hanova zu vermeidbaren Leerständen gekommen, obwohl es in der Landeshauptstadt noch nicht einmal ansatzweise genügend bezahlbaren Wohnraum gibt. So geschehen bei einem Häuserblock mit 24...

read more
Ratsherr Andre Zingler

Ratsherr Andre Zingler

Der Erzieher und Erlebnispädagoge gehört dem Rat der Stadt Hannover seit 2016 an. Als aktiver Kanute und Kleingärtner ist er Experte für alles rund um das Sport- und Vereinswesen.

read more
Ratsherr Andre Zingler

Ratsherr Dirk Machentanz

Der gelernte Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Politikwissenschaftler (M.A.) Dirk Machentanz ist Experte für alles was mit Wohnen, Bauen und Wohnungsnot zu tun hat. Als  Vorsitzender der Ratsfraktion „Soziale Gerechtigkeit Hannover “ (SGH) ist er der erste Ansprechpartner für Medienvertreter*innen und andere Akteur*innen.

read more
Zum Haushaltsentwurf 25/26

PM-240717 Grundsteuererhöhung

„Wohnen muss bezahlbar bleiben in Hannover!
Die Erhöhung der Grundsteuer auf 700% verstärkt den Druck auf die Wohnnebenkosten unnötig.
Die Gewerbesteuer wäre der bessere Hebel für ausgeglichene Finanzen gewesen. “

read more