„Kultur muss Stachel im Fleisch der Herrschenden sein“Bericht vom „1. Kulturpolitischen Ratschlag“ der BSW-Ratsfraktion Hannover Rund 50 Besucherinnen und Besucher sind zum ersten kommunalpolitischen Ratschlag der BSW-Ratsfraktion zur Kulturpolitik mit dem Musikproduzenten und Liedermacher Diether Dehm am Montagabend ins Rathaus gekommen. Darunter Künstler, Schriftsteller und Journalisten. Viel Applaus erhielt gleich zu Beginn der Hannoveraner Musiker Christian Fahrenheit für seine inoffizielle Hannover-Hymne. Kultur müsse ein Stachel im Fleisch der Herrschenden sein, umriss Hauptreferent Diether Dehm sein Kulturverständnis. Das Gegenteil sei allerdings oft der Fall. Er beklagte die zunehmende Ausgrenzung von politisch unbequemen Kulturschaffenden. Ein Beispiel sei Dieter Hallervorden, der in der Bevölkerung unangefochten beliebt sei. Dehm warb für eine neue Erinnerungskultur in der Landeshauptstadt. Die Stadt könne etwa die Freizeitheime mehr wertschätzen. Beispielgebend nannte er...